Als wesentliches Werkzeug zur Feinabstimmung des Erschütterungsschutzes hat sich der Einsatz von Großrüttlern etabliert. Mit derartigen Schwingungsgeneratoren können Übertragungsfunktionen von der künftigen Bahnstrecke in die umliegenden Gebäude ermittelt werden, und auf deren Basis können detaillierte Prognosen der Immissionen bei den betroffenen Anrainern erstellt werden. Anhand dieser Prognosen können die Maßnahmen möglichst exakt und effizient dimensioniert werden, wodurch die Kosten der immissionsmindernden Maßnahmen deutlich verringert werden können.
Eines der bekanntesten und wirksamsten Schwingungsgeneratorverfahren ist das VibroScan®-Verfahren. Eines der
Haupteinsatzgebiete liegt in der Prognose der Immissionen aus Erschütterungen und sekundärem Luftschall
von Schienenstrecken. Hierbei können sowohl Freilandstrecken als auch Bahnstrecken in Tunnelbereichen abgedeckt
werden. Im Bereich von Tunnelbauwerken kann der Schwingungsgenerator sowie in Zusammenhang mit einer Kraftmessung zur
Ermittlung der Admittanz des Tunnelbauwerks mit dem umgebenden Erdreich, als auch in der Immissionsprognose des
Straßenverkehrs von Industrie- und Gewerbeerschütterungen und von Bauerschütterungen eingesetzt werden.
Der im Rahmen des VibroScan®-Verfahrens verwendete Rüttler bietet zudem im Bereich der Strukturdynamik
Einsatzmöglichkeit, sei es an Hochbauten oder Brückenbauwerken, zur Ermittlung von Resonanzfrequenzen und
modalen Dämpfungszahlen. Bei Hochbauten können durch die Anregung von außen Übertragungsspektren ins
Bauwerk bzw. Ausbreitungsspektren innerhalb des Bauwerks ermittelt werden.
Diese vielfältigen Einsatzgebiete zeigen, dass der Rüttler in beinahe jedem Bereich der Dynamik sinnvoll
einsetzbar ist und nachvollziehbare und reproduzierbare Daten liefern kann.